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JagdhornAktuelles

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Netzwerk Artenvielfalt gegründet

Vor kurzem wurde das Netzwerk Artenvielfalt von dem Vorsitzenden des Kreisbauern- & Winzerverbandes (Franz- Josef Schäfer), der Vorsitzenden der Kreisimkerschaft (Barbara O. Hartmann) und unserem "Obmann für Natur-, Umwelt- und Landespflege(Ralf Schmidt) gegründet. Es ist somit ein Zusammenschluss der Nutzungsverbände natürlicher Ressourcen des ländlichen Raumes im Kreis Ahrweiler: Landwirte & Winzer, Imker und Jäger.

Die nachhaltige Nutzung der Ressourcen (in Hinblick auf deren Schutz) spielt eine zentrale Rolle. Seit jeher stellt das, was man nutzen kann, für den Menschen einen Wert und somit eine besondere Beachtung dar. Daraus sollten die Bemühungen um Nachhaltigkeit und Schutz der uns betreffenden Ressourcen eine herausragende Rolle spielen, um uns und nachfolgenden Generationen die gleichen Möglichkeiten einer naturverträglichen Nutzung zu ermöglichen.

Ob bei der Landwirtschaft und dem Weinbau, der Forstwirtschaft, der Imkerei aber auch bei der Jagdausübung sind unsere Kenntnisse auf unterschiedliche Weise erforderlich, um unsere angeschlagenen kosysteme in der von uns erschaffenen Kulturlandschaft zu schützen und zu pflegen. Hierbei erkennen wir trotz unterschiedlicher Nutzungsinteressen sehr schnell, dass nicht nur Synergien bestehen, sondern viel mehr ein moderner und effektiver Naturschutz nur dann funktionieren kann, wenn wir gemeinsam "Hand-in-Hand" agieren.

Wollen wir also Lebensräume schaffen, brauchen wir entsprechende Flächen. In Deutschland wird ca. 52% der Gesamtfläche landwirtschaftlich genutzt befindet sich also in Besitz oder Pacht der Landwirte. Diese werden mit der Reform der "Gemeinsamen (Europäischen) Agrarpolitik" (GAP) zu einer umweltgerechten Landbewirtschaftung aufgefordert, indem sie u. a. 5% ihrer landwirtschaftlichen Nutzfläche in ökologische Flächen oder bestimmte Landschaftselemente umwandeln sollen. Dies kann in Form eines oder mehrerer
Blühstreifen, Waldrandstreifen, Pufferstreifen entlang eines Gewässers oder als "Brache" umgesetzt werden und bietet nun vielen bedrohten Arten einen Nahrungs-, Deckungs-, und Üsungsraum aber auch Nektar für Insekten (wie den Bienen) deren Bestäubungswert wiederum den Obstkulturen zu Gute kommt.

Um mit diesen Maßnahmen einen möglichst hohen, ökologischen Nutzen zu erreichen, braucht es neben den Grundflächen

  • das "Know How" und die geeigneten Maschinen der Landwirte
  • das Wissen und die Bienenvölker der Imker sowie
  • das wildbiologische Fachwissen der Jäger um artgerechte Lebensräume

Auf die Koordination der genannten Schritte ist, neben vielen weiteren Maßnahmen, das Haupt-Augenmerk des Netzwerk Artenvielfalt gerichtet.

Ziel ist es, biologische Vielfalt zu erhalten und dabei durch den Schutz und / oder die Wiederherstellung von verlorenen Lebensräumen einem anhaltenden Artenschwund entgegen zu setzen. Mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten wollen wir Landschaftsteile schaffen, welche von intensiver Nutzung in extensive oder naturbelassene Bereiche überführt werden und durch ihren ökologischen Mehrwert einen artgerechten Lebensraum für viele bedrohte Arten darstellen.


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