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Regionalkonferenz ASP am 10.8.2018 in Daun/Eifel

Zu dieser ersten, von insgesamt vier Veranstaltungen, wurden vom MUEEF (Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten) 24 involvierte Interessenverbände geladen.

Ministerin Ulrike Höfken verwies insbesondere auf die zu erwartenden, restriktiven Auswirkungen für den Fall eines ASP- Ausbruchs in Deutschland, oder unserem Bundesland. Neben wirtschaftlichen Schäden in Milliardenhöhe, würden starke Einschränkungen auch im jagdlichen Bereich- zu erwarten sein (Sperrgebiete, Fallwildsuchen, zentrale Schwarzwild- Sammelstellen, etc.). Auch wenn die Ausbreitung durch menschliche Kontaminationen das größte Risiko darstellt, ist durch eine Reduktion der hohen Schwarzwildpopulationen mit einer erheblichen Verminderung der direkten Ansteckung durch die  dünnere  Infektionskette zu rechnen. Frau Höfken bedankte sich für das Engagement der Jägerinnen und Jäger, die in RLP eine Rekordstrecke von 88.600 Stücken aufstellten.


Die folgenden Beiträge drehten sich dann ausnahmslos um die Frage wie kann man noch effektiver Schwarzwild bejagen?, da sich die Jagdstrecken trotz anerkannter Bemühungen- konstant nach oben entwickelten.


Hier sehen wir als Kreisgruppe die Gefahr, dass man sich schrittweise von einer tierschutzgerechten Methodik wie dem  Lüneburger Modell verabschieden will, da man plötzlich jahrelange Tabuthemen wie den Bachenabschuss fokussiert. Das Thema Saufänge wurde zunächst (auf Grund starker Jägerpräsenz?) übersprungen. Gleichzeitig räumt man ein, dass in Gebieten wo nicht das Lüneburger Modell angewendet wurde, die gleiche Populationsdynamik bestehen würde, als mit diesem Bejagungsmodell, welches überwiegend auf die Erlegung von Frischlingen und Überläufern (80%) abzielt.


Hier sehen wir als Grund die nicht ausreichend präzisierten und in die Untersuchungen integrierten Begleitumstände, wie häufige Masten, Energiepflanzenanbau und klimatische Veränderungen, was tendenziell die primäre Betrachtung der Sauen als Schadwild und Infektionsrisiko befördert. Man scheint momentan nicht mehr zu berücksichtigen, wie wichtig intakte Sozialstrukturen, gerade bei dieser Wildart sind. 


Zur Erinnerung: Wir haben jahrelang Erleichterungen bei den Bejagungsmöglichkeiten gefordert. Passiert ist zu oft nichts. Dem nun folgenden Aktionismus fehlt es jedoch häufig an ethischen und moralischen Grundsätzen. Wir sollten auch weiterhin unsere Verlässlichkeit durch intensive Bejagung des Schwarzwildes unter Beweis stellen, jedoch gleichzeitig für vernünftige und vor allem langfristige Lösungsvorschläge plädieren, welche die Waidgerechtigkeit beinhalten. Wenn wir nicht in die Rolle des emotionslosen Vollstreckers verfallen wollen, sollten wir für jagdliche Ethik und gegen den Verfall der jagdlichen Sitten eintreten.
Sprechen Sie Ihre Landwirte zum Beispiel mal auf "CODE 177" an: Bejagungsschneisen an oder in größeren Energiepflanzenfeldern.

Diese Förderung könnte ein erster Schritt in eine vernünftige Richtung sein.


Ralf Schmidt- KGV

 


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