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Schwarz- und Rehwild

Aus vielen Revieren erreichen uns Anfragen, wie …“wo sind die Sauen?“…, oder …“seht ihr auch so wenig Rehwild?“…

Waren zu Beginn des Jagdjahres noch relativ positive Meldungen über die Jagdstrecken zu vernehmen, ist zumindest das Schwarzwild in vielen Revieren rar geworden.

„Gut so“ ist der Tenor der breiten Öffentlichkeit. Weniger Wildschäden, weniger Verkehrsunfälle und vor allem dem Verlangen der Veterinärbehörden nach erheblicher Reduktion im Sinne der Seuchenprävention zur ASP wurde Rechnung getragen.


Den Forstämtern ist die starke Dezimierung des Rehwildes im Sinne des Waldumbaus gleichfalls Recht. Im Vorfeld wurde ein erfolgreicher Umbau  zu ökologisch stabilen, dem Klimawandel angepassten Wäldern ja wegen der hohen Wilddichten in Frage gestellt. Hier hört man immer noch von „starken Belastungen“ in den Naturverjüngungen, während die Rehe im Offenland quasi verschwunden sind. Dieses „Vakuum“ darf NICHT dazu führen, dass man weiterhin auf Grundlage von örtlichen Verbissgutachten eine generelle Aussage über die Rehwilddichten trifft. 

Es sollte mittlerweile wieder der Fokus auf unseren gesetzlich klar definierten Auftrag von „gesunden, artenreichen Wildbeständen“ gelegt und der Passus „angepasst“ als erreicht angesehen werden. Warten wir aber noch die endgültigen Streckenergebnisse des Jagdjahres 2020/21 ab. 

Sollten sich die momentanen Beobachtungen auch auf dem Papier bestätigen, scheint es nun an der Zeit die Jagdgenossenschaften zu entsprechenden Anpassungen der Jagdpachten aufzufordern. Dies wird künftig neben dem persönlichen Verhandlungsgeschick der Pächter –unterstützend- auch einen großen Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit ausmachen. Bei allen bestehenden Verpflichtungen, unserem Einsatz zur Vermeidung der ASP und der Erfüllung von Ansprüchen unserer Gesellschaft an Natur- und Klimaschutz, dürfen wir nicht länger mit überzogenen Jagdpachten, Steuern, Jagdabgabe, etc. belastet werden, während wir schon seit Jahren (vergeblich) um „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Abschaffung der Hundesteuer kämpfen.  Zunehmende Akzeptanz und Wichtigkeit der Jagdausübung müssen auch eine monetäre Entlastung der handelnden Akteure mit sich bringen.

Wir haben unsere „Hausaufgaben“ eindrucksvoll erledigt. 

Im Gegensatz dazu ist leider nicht erkennbar, WIE und WO unsere geforderten Maßnahmen zur Unterstützungen des Waldumbaus stattgefunden haben. Neben pauschalen Absichtserklärungen der Forstämter ist leider neben dem „Feldzug gegen das Schalenwild“ nichts Erkennbares geschehen. Gerade im dritten Dürrejahr in Folge vermissen wir Waldbrandpräventionen, Wildruhezonen, Äsungsflächen, Besucherlenkungen im Wald u.v.m..

Im Sinne eines tierschutzkonformen Umganges mit unseren Wildtieren wird es langsam Zeit, dass wirklich ALLE Akteure am gleichen Strick ziehen. 
 
Ralf Schmidt- KGV

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